Mit Online-Präsentationen 
der zweiten Corona-Welle trotzen

Die zweite Corona-Welle hat Deutschland im Griff. Kontaktbeschränkungen, Aufzeichnungspflichten und strenge Hygieneregeln machen leider erneut den in Direktvertrieb und Network Marketing Tätigen das Leben schwer. Wer jetzt flexibel auf die Situation reagiert und auf Online-Vorführungen setzt, hat auch in der Krise die Nase vorn. 

Spätestens jetzt haben Sie keine Wahl mehr: Die Zeiten, in denen Sie die digitale Kommunikation nur zur Terminvereinbarung und vielleicht noch für Kundenservice genutzt haben, sind vorbei. Ihr eigentliches Geschäft – Beratung und Verkauf von Mensch zu Mensch – müssen Sie nun auch digital anbieten. Die heutigen technischen Möglichkeiten erweisen sich als segensreich, denn Sie können nun Ihre Kundschaft auch virtuell im heimischen Wohnzimmer aufsuchen. Vor 20, ja selbst noch vor zehn Jahren wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen.

Sehen Sie also die Krise als Chance, sich neue Kundenkreise zu erschließen und lange Anfahrtswege zu ersparen. Das berühmte Glas ist nicht halb leer, sondern halb voll: Schon bei der ersten Welle im Frühjahr konnten sich viele Direktvertriebler vom allgemeinen Trend abkoppeln und ihre Umsätze sogar steigern, indem sie konsequent auf die digitale Kundenberatung gesetzt haben.


Lassen Sie sich also nicht von der zweiten Welle unterkriegen. Verlagern Sie Ihr Geschäft ins Netz. Ein Überblick über die gängigsten Systeme hilft Ihnen, Ihre digitale Präsentation zu planen.


Facebook:
Über 2,5 Milliarden Menschen nutzen Facebook – jeder dritte Erdenbewohner vom Säugling bis zum Greis. Wahrscheinlich auch fast alle Ihre Kunden. Die Betonung liegt auf „fast“. Zunehmend regt sich Widerstand gegen die Macht von Facebook und eine Minderheit macht dort ganz bewusst nicht mit. Diese Menschen werden Sie mit Facebook nicht erreichen, denn mit allen Gästen Ihrer Präsentation muss eine Facebook-Freundschaft bestehen. Sie können Ihre Gäste nicht sehen, allerdings können diese im Chat live reagieren. Praktisch: Ihre Vorführung wird automatisch aufgezeichnet und kann anschließend in anderen Kanälen wie YouTube hochgeladen werden.

Vorteile: gewohnte Umgebung für die meisten Kunden, Chatfunktion, Videoaufzeichnung
Nachteile: Datenschutzbedenken, Facebook-Verweigerer können nicht teilnehmen
Fazit: eingeschränkt geeignet, wenn alle Gäste einen Facebook-Account haben.


Facetime: Facetime ist das Apple-eigene Videokonferenzsystem. Wie so oft bei Apple ist die Bedienung sehr leicht und funktioniert sowohl mit dem Mac als auch mit dem iPhone. Apple setzt auf hohe Datenschutz-Standards, so dass Sie hier auf der sicheren Seite sind. Beim Apple-eigenen Nachrichtensystem iMessage können Sie vor der Vorführung Gruppen anlegen. Alle Teilnehmer an einer Facetime-Konferenz können sich gegenseitig sehen und miteinander sprechen.

Vorteile: einfache Bedienung, hoher Datenschutz
Nachteile: alle Teilnehmer müssen Apple-Geräte nutzen
Fazit: nur für Apple-Fans


Google Meet:  Ist noch recht neu und löst gerade den (noch nutzbaren) Vorgänge Google Hangouts Schritt für Schritt ab. Die Oberfläche präsentiert sich recht aufgeräumt, dafür ist der Funktionsumfang etwas geringer als bei Zoom. In der kostenlosen Version Begrenzung auf 1 Stunde Nutzungsdauer. Alle Teilnehmer benötigen ein Google-Konto. Bei manchen Menschen stößt das auf Widerstand, weil sie ihre Daten nicht gegenüber Google preisgeben möchten.

Vorteile: modernes System, gute Integration in die anderen Google-Dienste
Nachteile: noch kaum verbreitet, Datenschutzbedenken weil Google-Konto nötig
Fazit: zurzeit keine Empfehlung


Instagram: Ja, auch Instagram kann Videochats. „Instagram Direct“ heißt diese Funktion. Auf breiter Front durchgesetzt hat sie sich jedoch bisher nicht, zumindest nicht im Business-Umfeld. Alle Nutzer brauchen einen Instagram-Account. Wegen der Zugehörigkeit zu Facebook macht hier nicht jeder mit. Aber: Instagram ist hip. Wenn Sie Produkte im Bereich Mode oder Schönheit verkaufen, kommt es auf einen Versuch an.


Vorteile: angesagter Kanal für Beauty- und Fashion-orientierte Zielgruppen
Nachteile: als Videokonferenzsystem kaum bekannt, Datenschutzbedenken
Fazit: in den meisten Fällen nicht geeignet

Skype: War lange Zeit der Platzhirsch bei Videotelefonaten und -meetings. Das Verb „skypen“ hat es sogar in den Duden geschafft: „Mithilfe der Software Skype über das Internet telefonieren“, heißt es da. Mittlerweile hat Zoom Skype in seiner Rolle als zumindest gefühlte Nummer 1 abgelöst. Viele Funktionen ähneln einander. In der Vergangenheit gab es oft Nutzerbeschwerden über instabile Verbindungen.

Vorteile: immer noch weit verbreitet, vor allem im professionellen Umfeld
Nachteile: Bedeutung nimmt ab, Übertragungsqualität schwankt
Fazit: weniger geeignet für Online-Partys


WhatsApp: WhatsApp muss man niemandem mehr erklären. Es funktioniert auf jedem Smartphone und Tablet und auch im Desktop-Browser. Ihre Kunden sind diesen Kanal gewohnt. Sie können vor und nach der Vorführung mit ihnen chatten, ohne auf eine andere App ausweichen zu müssen. Allerdings: Weil WhatsApp zu Facebook gehört, gibt es auch hier einen kleinen Bevölkerungsanteil, der die Teilnehme entschieden ablehnt. Diesen erreichen Sie mit WhatsApp nicht. Und: Maximal acht Teilnehmer können an einem Video-Chat teilnehmen.

Vorteile: sehr weite Verbreitung, durch WhatsApp-Gruppen kein separates System zur Vor- und Nachbereitung erforderlich
Nachteile: Video-Gruppenchat auf acht Teilnehmer begrenzt, Datenschutzbedenken
Fazit: bei kleinen Gruppen geeignet


Zoom: Mittlerweile der Quasi-Standard bei Videokonferenzen. Die weite Verbreitung erkennen Sie daran, dass in den Medien nicht mehr groß erklärt wird, was ein Zoom-Call ist. Zoom gibt es für verschiedene Endgeräte (Android und iOS / iPad OS, Windows, Mac, Linux) und funktioniert auch ohne Software in modernen Desktop-Browsern. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, die Präsentation zu lenken, z. B. durch Stummschaltung oder Bildschirmfreigabe. In der Basisversion ist Zoom kostenlos. Meetings, die länger als 40 Minuten dauern, und einige andere Funktionen Funktionen kosten Sie als Veranstalter Geld. Um Ihre Verkaufspräsentation mit der Gruppe vor- oder nachzubereiten, müssen Sie auf WhatsApp oder andere Systeme ausweichen.

Vorteile: weite Verbreitung, umfangreiche Funktionen, plattformübergreifend
Nachteile: Vor- und Nachbereitung der Vorführung in gesonderten Systemen, bei längerer Nutzung kostenpflichtig
Fazit: unsere Empfehlung

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