Mit Online-Partys zum Erfolg

Homepartys haben in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Denn im heimischen Wohnzimmer im Kreis guter Freundinnen macht das Einkaufen besonders viel Spaß. Die Produkte lassen sich anfassen und ausprobieren, und die Direktvertriebs-Beraterin beantwortet alle Fragen in Ruhe. Die Gastgeberin profitiert von Geschenken und Vergünstigungen. Auch online funktionieren Verkaufspartys – wenn man einige Besonderheiten beachtet.

Umwelt schonen und mehr Kunden erreichen

Nicht immer gelingt es, alle Gäste zu einer Party zusammenzutrommeln. Auch ganz ohne Corona-Krise kann es dafür Gründe geben: ein langer Anfahrtsweg für die eine, ein fehlender Babysitter für die andere, das Auto für Partygast Nr. 3 ist gerade in der Werkstatt. Oder Sie als Beraterin aus München wurden wärmstens weiterempfohlen – doch leider an eine Gruppe Freundinnen aus Hamburg. All das ist kein Grund, auf das besondere Einkaufserlebnis zu Hause zu verzichten. Online-Partys sind eine gute Möglichkeit, die besondere Atmosphäre der Shopping-Party auch in der digitalen Welt zu erleben. Dabei sind sie mehr als bloße Lückenbüßer. Denn sie punkten mit eigenen Vorteilen: Sie und Ihre Gäste sparen den Anfahrtsweg und schonen die Umwelt. Und Sie erreichen viel mehr Kunden. Die natürlichen Grenzen einer Homeparty spielen im Netz keine Rolle.

 

Keine Party ohne Gäste

Ohne Gastgeberin und Gäste gibt es keine Homeparty. Das ist online nicht anders als offline. Wie bei der klassischen Party kommt auch bei der Online-Party der Gastgeberin eine zentrale Rolle zu: Sie ist verantwortlich dafür, dass das virtuelle Wohnzimmer voll wird und viele Gäste an der Party teilnehmen. Helfen Sie Ihrer Gastgeberin dabei und bleiben Sie in den Wochen vor der Online-Party mit ihr im Gespräch. Faustregel 1: Wenigstens dreimal sollten Sie Ihre Gastgeberin kontaktieren und dabei fragen, wie viele Gäste schon zugesagt haben. Sind es noch zu wenige, unterstützen Sie Ihre Gastgeberin bei ihrer Planung. Faustregel 2: Auch zur Online-Party kommen meistens einige Gäste weniger, als vorher zugesagt haben. Möchten Sie acht Gäste bei der Online-Party haben, sollte Ihre Gastgeberin zwölf Zusagen einsammeln. Tipp: Wenn Ihre Gastgeberin extra für die Online-Party eine WhatsApp-Gruppe einrichtet, steigt bei allen die Vorfreude. Sie lernen die Gäste schon vor der Party kennen. Und Sie können vorab oder am Ende der Party Ihren Katalog und sogar Ihren Job-Flyer verschicken.

 

Kostenlos zur Online-Party

Erst wenige Direktvertriebe bieten eigene Technik, um Online-Partys durchzuführen. Das muss auch nicht sein – Internetzugang und PC oder Smartphone genügen. Als Quasi-Standard für Videokonferenzen hat sich Zoom (www.zoom.us) durchgesetzt. Es ist kostenlos und funktioniert am PC genauso gut wie am Smartphone, im Browser genauso wie in der App. Wenn Sie noch nie „gezoomt“ haben, machen Sie sich vor Ihrer ersten Online Party einmal damit vertraut. Tipp: Machen Sie eine Online-Test-Party mit Ihren eigenen Freundinnen. Mit etwas Glück können Sie schon bei der Test-Party Produkte verkaufen. 

 

Vor den Gästen da sein

Bei der klassischen Party gilt: Seien Sie vor den Gästen in der Wohnung. Vor Ort können Sie die Zeit nutzen, um Ihren Präsentationstisch aufzubauen oder der Gastgeberin bei den letzten Vorbereitungen zur Hand gehen. Bei der Online-Party gilt dasselbe – seien Sie die erste. Hier lautet das Gebot Nummer 1: Die Technik muss funktionieren. Eine wacklige WLAN-Verbindung, ein ausgeschaltetes Mikrofon oder Probleme beim Login sind die typischen Tücken. Die lassen sich in wenigen Minuten beseitigen. Und zwar vor der Party! Denn Technik-Probleme während der Party sind ein Stimmungs- und Umsatzkiller. Wichtig: Sie kommen online nicht nur in ein Wohnzimmer, sondern in viele. Der Auftritt entscheidet auch hier. Business-Outfit ist angesagt. Sie strahlen dadurch Kompetenz aus und wirken sicherer. Sorgen Sie für einen schönen, nicht ablenkenden Hintergrund und für angenehmes Licht. Und: Für Ihre Familie ist Ihr Zimmer während der Online-Party tabu!

 

Mit Storytelling begeistern

Storytelling, also Geschichten erzählen, ist das A und O bei einer Verkaufsparty. Ihre Gäste möchten keine Aufzählung der Vorteile Ihrer Produkte hören. Geschichten machen die Sache lebendig: Welche Erlebnisse hatten Sie mit den Artikeln? Was haben Ihre begeisterten Kunden Ihnen nach dem Kauf erzählt? Wie hat sich deren Leben durch die Produkte verbessert? Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen. Das gilt bei der Vor-Ort-Party genauso wie online.

 

Gratis-Schulungen im Homeshopping-TV

„Schön und gut – aber mein Produkt kann ich nur vor Ort präsentieren!“ Wirklich? Die Wahrheit ist: Jedes Produkt, das Sie auf einer klassischen Party verkaufen können, verkauft sich online ebenso gut. Ja, auch Ihres – das gilt für Staubsauger und Mikrofasertücher genauso wie für Nahrungsergänzungen und Parfüms. Zappen Sie einmal durch die Verkaufssender im Fernsehen: Ob Mode, Schmuck, Kosmetik, Putzmittel oder Kochtöpfe – hier wird einfach alles verkauft und das höchst erfolgreich. Eine Online-Party ist letztlich nichts anderes: Wie im Homeshopping-TV präsentieren Sie hier Ihr Produkt den Zuschauern. Power-Tipp: Nutzen Sie QVC, HSE24 und Konsorten als Ihre jederzeit verfügbare Verkaufsschulung.

 

Bestellungen aufnehmen – Zahlungsabwicklung organisieren

Wenn Ihr Direktvertrieb keine Online-Bestellmöglichkeit bietet, bitten Sie Ihre Gäste einfach, ihre Bestellung als direkte Nachricht an Sie zu schicken. Bevor alle Bestellungen eingetroffen sind, sollten Sie die Online-Party nicht beenden. Schließlich hängt vom Umsatz der Party ab, wie sehr Ihre Gastgeberin für ihre virtuelle Gastfreundschaft belohnt wird. Wenn Ihr Direktvertrieb nicht selbst die Zahlungsabwicklung organisiert, sondern Sie bisher immer Geld eingesammelt haben, so können Sie das auch online tun: Zahlungen zum Beispiel per PayPal kommen sofort bei Ihnen an. Noch dieses Jahr kommt übrigens WhatsApp Pay.

 

Nachbuchungen online

Auch für Ihre Online-Party gilt: Komplett ist sie erst, wenn Sie Nachbuchungen erhalten. Machen Sie Nägel mit Köpfen. Sie sind die Herrin Ihres Terminkalenders: Lassen Sie die Gäste unter wenigen, von Ihnen bestimmten Terminen wählen. Am besten auch in der WhatsApp-Gruppe – ist der erste Termin erst einmal weg, möchten die anderen ebenfalls buchen. Der frühe Vogel fängt den Wurm: Setzen Sie kleine Zusatzprämien für die ersten drei Nachbuchungen in den nächsten vier Wochen aus. So erzeugen Sie einen Run auf Ihre Partys – ganz egal ob klassisch oder digital.